Helga Wendt de Jovaní
Domingo, 16 de marzo de 2014 | Leída 114 veces

Culla und Catí, Ziele der von der Gemeinde Alcalá de Xivert/Alcossebre organisierten Fahrt anlässlich des Frauentages 2014

Eine großartige Idee der Gemeinde, anlässlich des Frauentages eine Fahrt zu den von der Stiftung La Luz de las Imágenes unter dem Titel „Pulchra Magistri“, der Glanz des (nördlichen) Maestrazgo, organisierten Ausstellungen in Culla und Catí zu veranstalten.

Am Donnerstag, dem 6. März, verließen zwei Busse, einer Alcalá, mit dem Ziel Culla, und einer Alcossebre, mit dem Ziel Catí.

Nach einer kurvenreichen Fahrt durch die Berge von Alcalá und Albocácer, des öfteren begleitet von blühenden Mandelbäumen, erreichten wir Catí, wo wir uns in zwei Gruppen aufteilten, die, begleitet von Führern, jeweils das alte Rathaus und die Kirche besichtigten.

Im ehemaligen Rathaus, einem beeindruckenden Gebäude aus dem XV. Jahrhundert, das am besten erhaltene und dokumentierte mittelalterliche valencianische Rathaus, wurde u.a. der ehemalige Kapitelsaal restauriert, den man über eine steile, steinerne Treppe erreicht.

Beeindruckend die hölzerne Decke und rätselhaft die Nummern auf den Steinbänken, die sich vielleicht auf Vertreter der einzelnen Zünfte bezogen. Interessant auch die ockerfarbenen Zeichnungen an einer der Wände, von denen man annimmt, dass sie sich auf die Schlacht beziehen, in der die Christen die von den Berber Piraten in Torreblanca geraubte Monstranz zurückeroberten. Restauriert wurde ebenfalls ein kleiner Raum mit blauer Kuppel, in der möglicherweise Verträge abgeschlossen wurden oder der als Kapelle diente.

In der Pfarrkirche, deren seitliche zur Straße liegende Kapellen übrigens auf Kosten einer breiteren Straße „abgeschnitten“ wurden, entdeckte man bei der Restaurierung die ursprünglichen, unter einer Kalk Schicht liegenden Decken aus dem XIV und  XVII Jahrhundert, letztere mit dem damals hochmodischen „Esgrafitti“. Während der wahrscheinlich bis Oktober dauernden Ausstellung beherbergt die Kirche Kunstschätze aus dem XV. Jahrhundert, teilweise überlassen von Museen aus Barcelona, Madrid und Valencia, wie Altarbilder, Goldschmiedearbeiten berühmter Goldschmiede aus Valencia, Morella und San Mateo, Wegkreuze und päpstliche Bullen, eine beeindruckende Sammlung mittelalterlicher Kunst des XV. Jahrhunderts aus dem Norden der heutigen Provinz Castellón.

Nach dem ausgedehnten Rundgang durch die Kirche gab es noch Zeit für einen Bummel durch das alte Zentrum mit seinen mittelalterlichen Herrenhäusern und den typischen Fenstern mit dem schlanken Säulchen in der Mitte, Zeichen des im XV. Jahrhundert dank des florierenden Wollhandels herrschenden Wohlstands.

Nach einem wohlschmeckenden und reichlichen Essen im bekannten Restaurant El Prigó, wo sich die Ausflügler beider Busse trafen, begann die Fahrt nach Culla, das wir nach kurvenreicher und steiler Fahrt gegen halb sechs erreichten. Leider hatte sich der strahlend blaue Himmel des Vormittags in ein graues Wolkenmeer verwandelt, weshalb uns das auf 1.100/1.200 Meter Höhe liegende Culla mit entsprechender Kälte empfing.

Der anschließende Gang über steile Gassen ließ jedoch die Kälte bald vergessen und sorgte auch für den Abbau einiger der im El Prigó erworbener Kalorien.

Das arabische Culla – was soviel wie auf dem Gipfel gelegen bedeutet – wurde im XIII. Jahrhundert von den Christen erobert und später dem Templerorden und nach dessen Auflösung dem Montesa Orden übergeben.

Im ehemaligen Hospiz sind Schaustücke aus der Frühgeschichte zu sehen, aus der Zeit der Iberer, der Phönizier und Griechen sowie aus dem frühen Christentum, wobei die aus dem XIII. Jahrhundert stammende Virgen de la Naranja, die Madonna der Apfelsine, aus Olocau del Rey besonders beeindruckt.

Im ehemaligen Gefängnis findet man Altarbilder und Gemälde aus dem XIII. Jahrhundert, mit dem beeindruckenden Altarbild der beiden heiligen Johannes aus Albocacer und einem flämischen Wandteppich mit Darstellung des Abendmals.

Von der ehemaligen Kirche ist nichts mehr vorhanden, stammt doch die heutige Kirche aus dem XVIII. Jahrhundert. Restauriert wurden die filigranen Kassetten für die Altarbilder, in deren Mitte sich die gotische steinerne Statue des Erlösers, des „Salvador“ befindet, Schutzpatron Cullas.

Nach einem Gang über steile Gassen zum ausserhalb gelegenen ehemaligen Burgbezirk und schneller Stärkung durch einen Kaffee waren alle froh, im warmen Bus zu sitzen, der uns unbeschadet gegen acht Uhr wieder in Alcossebre ablieferte.

                                                     


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