Helga Wendt de Jovaní
Lunes, 13 de agosto de 2012 | Leída 327 veces
Alcossebre

Alcossebre en Cant – I. Lyrisches Gesangsfestival

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Unter der Schirmherrschaft der Gemeinde fand am Sonntag, dem 29. Juli, das erste Konzert des Festivals im Mehrzwecksaal des Seniorenvereins Sant Benet statt. Ein gemischtes Programm aus Duetten und Arien aus Opern und Zarzuelas, ausgeführt von der Sopranistin Emilia Onrubia, der Mezzosopran Joana Thome und dem aus Alcala stammenden Pianisten Juan Carlos Cornelles. Klassische und meist bekannte Musik, dargeboten von wahren Künstlern, wobei mir persönlich der makellose und ausdrucksvolle Mezzosopran und deren schauspielerisches Talent besonders gut gefielen. Der Sopran beeindruckte durch die Stimmgewalt, was leider manchmal zu Vibrationen auf Grund der niedrigen Decke führte.
Leider konnte ich am zweiten Konzert, Vivaldis Vier Jahreszeiten. nicht teilnehmen; mir wurde aber berichtet, es sei großartig und ein echter Publikumsmagnet gewesen.
Das dritte Konzert wurde vom Pianisten Duo Gimeno und Solsona dargeboten, klassische und Filmmusik, unterbrochen von komischen Szenen: Inmitten der Musik klingelte plötzlich ein Handy; mein erster Gedanke war „mal wieder typisch“; aber es war das Handy eines der Pianisten, der über die Geburt von ... 7 Kätzchen informiert wurde; zwei Cowboys duellierten sich und des Sterbenden letzter Wunsch war vom Flughafen Castellon zu fliegen; der Sketch endete mit einem vierhändigen Pistolenklavierspiel; zu Pasodoble Musik agierte ein Torero und Sound Tracks erklangen, während verschiedene Filmszenen an die Wand projiziert wurden, in denen plötzlich die Pianisten auftauchten. Am Ende gab es großen Beifall für das Duo und dessen komisches und vor allem pianistisches Talent..
Das vierte und letzte Konzert war dem Lied gewidmet, diesem meist aus der Zeit der Romantik stammenden lyrischen Gesang, dargeboten von Joana Thomé, begleitet von Juan Carlos Cornelles. Neben bekannten Liedern wie der Forelle und dem Erlkönig, gab es viele unbekannte Lieder, meist von Schubert und Schumann, aber auch von Brahms und Richard Strauß, wunderschöne, lyrische Musik, meisterlich vorgetragen, wobei auch das vorzügliche Deutsch von Joana Thomé hervorzuheben ist – für die Spanier wurden entsprechende Übersetzungen auf die Wand projiziert. Einziger Nachteil der Konzerte war die im Saal herrschende Hitze. Warum installierte man Air Condition nur im Saal des Erdgeschosses und nicht in dem im ersten Geschoss liegenden Raum? Nun, wie mir der Bürgermeister erklärte, der beim letzten Konzert anwesend war, da er am ersten wegen anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen konnte, hatte man nie an eine Benutzung des oberen Saales im Sommer gedacht!!! Inzwischen wurden Kostenvoranschläge für Air Condition angefordert. Lassen Sie uns also auf angenehmer temperierte Konzerte im nächsten Jahr hoffen, auch auf noch mehr Publikum, denn die Werbung war nicht gerade die beste. Ich bin überzeugt, dass es viel mehr Liebhaber klassischer Musik in Alcossebre, Alcalá und Umgebung gibt.
Neben den Konzerten gab es noch andere musikalische Aktivitäten wie z.B. ein Workshop für Kinder von 0 bis 3 Jahre oder von Joana Thomé, unter Assistenz von Juan Carlos Cornelles, geleiteter Gesangsunterricht, wobei die Schüler besonders die pädagogischen Fähigkeiten, die Geduld und den Arbeitseifer des Mezzosoprans hervorhoben.
Ein schönes und wegen seines hohen musikalischen Niveaus und der selbstlosen Arbeit der Musiker und ihrer Helfer zu lobendes Festival. Der jeweilige geringfügige Eintritt von 2 Euro ging übrigens an FEDER, den Verein für seltene Krankheiten.
Nochmals Glückwunsch an alle Mitwirkenden und hoffentlich bis zum nächsten Jahr!

                                                        Helga Wendt de Jovaní

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